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Haix Airpower P9 Desert Stiefel


Haix Airpower P9 Desert Stiefel
Das aktuelle Modell des Kampfschuh heiß/trocken der Bundeswehr im Härtetest.







1. Einleitung

1.1 Kaufgrund, Erwartungen

Mein Interesse an Wüsten Kampfstiefeln rührte ursprünglich daher, dass ich mir ein Wüstentarn-Outfit zusammenstellen wollte. Außerdem wollte ich einen leichten und atmungsaktiven Stiefel haben, auch für andere Outdoor-Aktivitäten. Die Bundeswehr-Stiefel sind dafür zwar auch geeignet, aber doch sehr schwer und dick. Auf meiner Suche stieß ich bei E-Bay auf den HAIX Airpower P9 Desert, neu und ungetragen in meiner Größe, informierte mich kurz mithilfe der wenigen unabhängigen Infos im Netz und schlug zu.


1.2 Produktbeschreibung von HAIX

Obermaterial: Eine Kombination aus weichem und geschmeidigem Veloursleder, hydrophobiert, atmungsaktiv, 2,0 – 2,2 mm stark und sehr strapazierfähigem Polyamid Stoffeinsatz

GORE-TEX® Laminat mit XCR®-Product Technology: 3-lagiges GORE-TEX® Laminat, wasserdicht und hoch atmungsaktiv. Abriebfester Futterstoff mit höchstem Klimakomfort, insbesondere für flexiblen Wechseleinsatz im Innen- und Außenbereich und bei wärmeren Temperaturen.

Brandsohle: Fußschweiß absorbierende Texonbrandsohle

Fußbett: Anatomisch geformte Einlegesohle mit sehr guter Feuchtigkeitsaufnahme und schneller Rücktrocknung, auswechselbar, waschbar

Sohle: Gummi/PU Sohle mit sportlichem Strassen-/Geländeprofi, Optimales Auftritts- und Abrollverhalten durch sportive Spitzen- und Absatzsprengung. Der PU-Dämpfungskeil mit seinem geringen Gewicht sorgt für hervorragende Laufeigenschaften. Öl- und benzinbeständig, nicht kreidend. Gemäß EN ISO 20347:2004.

HAIX®-Klima-System: HAIX®-Klima-System mit Micro-Dry-Futter am Schaftabschluss

HAIX®-AS-System: Arch Support System; Optimale Fußunterstützung im Gelenkbereich durch anatomisch geformten Leisten; Gute Fußführung und sicherer Halt durch schmalen Fersen- und Gelenkbereich, dadurch noch mehr Bequemlichkeit im komfortablen breiten Vorfußbereich.

Sonstiges: Geringes Gewicht, antistatisch nach EN ISO 20344/20347:2004; Lederverstärkungen an hoch beanspruchten Stellen. Das textile Obermaterial läuft unter diesen Lederbesätzen weiter bis unter den Sohlenrand. Hoch hitzefeste Sohlenbefestigung. Erhöhte Sohlenstabilität durch ein großflächiges Kunststoffgelenk. Dies verhindert punktuellen Druck auf der Fußsohle z. B. von Steinen.


1.3 Zahlen und Fakten, Bezug

Erstmalige Vorführung: 06. März 2007 auf der IDEX 2007 in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate. Davor Feldversuch mit 15.000 Soldaten / Soldatinnen.
Gewicht: Exakt 820g pro Stiefel (ohne Schnürsenkel, mit Einlagesohle)
Größe: (bei 285 BW-Größe, jeweils Maximalwerte): 23cm hoch, ca. 11.3cm breit
Lieferumfang: Stiefel, 2 Stück Einlagesohlen, Schnürsenkel, 1x Zettel „Stiefel, Feld“ mit Größe, EAN-Code, sowie ein Zettel „Pflegehinweise“
Preis: ca. 160,-€
Bezug: z.B. Recon Company, ASMC




2. Ersteindruck

2.1 Design und Verarbeitung

Der Stiefel verzichtet absichtlich auf ein martialisches Auftreten, um sich auch auf dem zivilen Markt positionieren zu können. Die Farbtöne sind zurückhaltend Ton in Ton, helle Sandfarben wie man es erwartet. Nur die Fersenbeuge fällt vom Farbton her etwas dunkler / rötlich aus dem Rahmen.


Abb. 1 und 2: Front- und Seitenprofil, Hackenpartie und Fersenbeuge


Das Veloursleder fühlt sich samtig weich an und hat eine leicht körnige Struktur.


Abb. 3: Veloursleder Obermaterial


Die vom Farbton her hellere Stoffpartie fühlt sich rau, fest und widerstandsfähig an. Verbunden sind die Materialien mit hellen, sauber verarbeiteten Nähten. Der Innenschuh hat einen grauen Schaftabschluss, gefolgt von einem dunkelblauen Futter auf dem überall der Schriftzug „GORE-TEX“ sowie „XCR“ prangt. Im Hackenbereich ist eine weitere Polsterung eingearbeitet. Sofort fällt auf, wie geschmeidig und weich der Innenschuh verarbeitet ist. Die Nähte sind extrem flach und fast kaum zu ertasten. Die Einlagesohle ist ohne Probleme herausnehmbar, darunter das feste, wulstlos verarbeitete Schuhbett.



Abb. 4 und 5: Innenschuh, Einlegesohle


2.2 Details

Die Sohle ist nicht vernäht, sondern gespritzt, wie man es von HAIX gewohnt ist. Die Ösen sind massiv und rund, nirgends eine scharfe Kante. Mittig auf der Lasche/Zunge ist eine weitere Öse angebracht, die für die Laschenzentrierung zuständig ist. Im oberen Schaftbereich ist das Leder rundherum mit 19 Belüftungslöchern perforiert. Auf der Lasche ist BW-typisch die Größe und weiter Zahlen eingestanzt, darunter der Schriftzug: „KAMPFSCHUH HEISS/TROCKEN“ sowie unterhalb der Öse noch eine EN ISO Norm und weitere Zeichen.


Abb. 6: Lasche mit Schriftzügen


Im Innenschuh sitzt noch ein weißes, nicht entfernbares Schild: „285 (Größe) – 110“ darunter: „7049581“. Die Zugschlaufe steht etwas vom Schuh ab, es passen zwei Finger durch. Auf der Sohle das HAIX-Logo mit Schriftzug „OIL & FUEL RESISTANT“ sowie „ANTI STATIC“.


Abb. 7: Das HAIX-Logo und Sohlenprofil


2.3 Goretex in Schuhen

Goretex ist im Grunde gestrecktes, poröses Teflon, durchlässig für Wasserdampf, aber nicht für zusammenhängende Wassermoleküle. Die Membran atmet erst bei einem Gefälle zwischen innen und außen ab ca. 18° sowie einem entsprechendem Feuchtigkeitsgefälle mit voller Intensität. Beispiel: Ist es im Schuh warm und feucht, und draußen kühl und trocken, atmet der Schuh am besten. Schlamm, Wasser, Hitze und Feuchtigkeit auf der Schuhaußenseite behindern diesen Prozess, weshalb man das Leder vor diesen Einflüssen schützen sollte. Ist das Leder nun wasserdicht imprägniert und gepflegt, benötigt man die Goretex-Membran eigentlich nicht mehr, sie stört dann eher die Atmungsaktivität. Wenn es regnet und der Schuh von außen nass ist, atmet der Schuh nur eingeschränkt. Goretex ist also keine „Eierlegende Wollmilch-Sau“, ein Teil der Atmungsaktivität sinkt (im Vergleich zu einem Schuh ohne Goretex) zugunsten der Wetterfestigkeit. Ist Goretex also in Schuhen überhaupt sinnvoll?
Ich denke ja, denn ein Schuh muss vor allem auf längeren Touren den Fuß so zuverlässig wie möglich vor Feuchtigkeit von außen schützen. Dies ist durch Goretex gewährleistet, egal was kommt. Der HAIX P9 kann so auch in feuchten Gebieten getragen werden, ohne dass man sich Sorgen muss, dass die Imprägnierung des Leders nicht hält. Mit Goretex erreicht man eine bessere Wetterfestigkeit wie mit den schweren Glattleder-BW-Kampfstiefeln bei verringertem Gewicht und höherer Bewegungsfreiheit. Die Goretex XCR Membran vom HAIX P9 ist außerdem eine neue, speziell für warme Umgebungstemperaturen entwickelte Membran mit einem viel höherem Klimawert als ein Winterschuh mit dem isolierenden Goretex Duratherm-Laminat. Für reine Wüstengebiete, in denen Niederschlag sehr unwahrscheinlich ist, wäre meines Erachtens allerdings ein Schuh ohne Membran sinnvoller, da die Atmungsaktivität dadurch noch größer ist. Dazu noch zwei Texte von der Hanwag Homepage, die das wichtigste nochmal zusammenfassen:

Was ist besser: Ein Lederschuh oder ein Schuh mit Gore-Tex-Ausstattung?
Beides hat seine Vorteile. Dabei kommt es – wie immer – auf den Einsatzzweck an. Soll der Schuh langfristig wasserdicht bleiben, führt kein Weg an einer Membran vorbei, wenn man nicht regelmäßig imprägnieren möchte (z.B. auf langen Trekkingtouren oder im harten alpinen Einsatz). Ein Lederfutter hingegen erscheint vielen Menschen „natürlicher“ und es trägt sich angenehmer. Für den normalen Einsatz reicht auch die Wasserdichtigkeit absolut aus – wenn man das Oberleder entsprechend pflegt! „Besser“ in diesem Sinne kann es also nicht geben: Entscheidend sind persönliche Vorlieben und der geplante Einsatz.

Was hält länger: Ein Schuh mit oder ohne Gore-Tex®-Futter?
Bei richtiger Pflege (Tipps dazu finden Sie hier) hält ein Lederschuh beinahe ewig – und zwar egal ob mit oder ohne Gore-Tex®-Ausstattung. Ein Gore-Tex®-Schuh mit textilem Obermaterial ist nicht so robust wie ein Schuh mit Lederschaft. Dafür ist er leichter und flexibler.




3. Praxistest

Die erste Anprobe verlief erwartungsgemäß. Die Schnürung der drei oberen, offenen Ösenpaare vollzieht sich recht flott, der Schuh hat mit insgesamt 6 Ösenparen eine ideale Höhe um den Fuß gegen Umknicken zu Schützen.


Abb. 8: Die Schnürung


Nach einigen Tagen Einlaufzeit weder Blasen noch Druckstellen, die Füße fühlen sich wohl, der Schuh sitzt vom ersten Moment an wie maßgeschneidert. Nach einem Arbeitstag direkt nach dem Ausziehen sind die Baumwollsocken vom Fußschweiß leicht angefeuchtet, was jedoch zu keinem Zeitpunkt während des Tragens unangenehm auffällt. Bisher ist das Fußklima sehr gut. Am Wochenende habe ich den Schuh dann in einen kurzweiligen Härtetest geschickt. Von Freitag bis Sonntag war ich draußen unterwegs, bei zum Teil sehr starken Regen. Der Schuh versank dabei teilweise recht tief im Schlamm.


Abb. 9: HAIX P9 nach Gebrauch


Meine Sorge, dass der Schuh nun für den Rest des Tests verdreckt ist, hat sich aber nicht bestätigt – ein kurzer Gang durchs nasse Gras macht den Schuh ähnlich sauber wie Glattleder-Schuhe. Das Leder saugt sich aber schon mit der Feuchtigkeit voll, erkennbar an der veränderten Färbung. Meine Erwartungen bezüglich des Schutzes vor eindringender Nässe haben sich aber bestätigt, die Schuhe halten absolut dicht. Das Fußklima ist ausgezeichnet, und auch nach länger andauernder Aktivität erfüllt der Schuh seine Aufgaben ausgezeichnet. Der Schuh ist sehr gut gepolstert, beweglich und trotzdem gegen Umknicken ausgezeichnet gesichert, wahrscheinlich eine Folge des Arch Support Systems (s.o.). Die Sohle bietet auf Beton wie im Schlamm sehr guten Halt.
Zu Hause angekommen war ich zwar erschöpft, den Füßen ging es aber erstaunlich gut. Auch bei der anschließenden Reinigung des Schuhs unter fließendem Wasser dringt keine Feuchtigkeit ins Innere. Fazit: Praxistest bestanden, Erwartungen erfüllt.
Ich benutze den Schuh mittlerweile auch in „zivil“ und konnte bisher einfach nichts aussetzen. HAIX hat wirklich gute Arbeit geleistet.




4. Pflege und Tipps

4.1 Pflegehinweise

Die richtige Pflege beeinflusst maßgeblich die Lebensdauer und Qualität der Schuhe. Außerdem ist eine regelmäßige Pflege Voraussetzung für die Garantie. Auf dem im Lieferumfang enthaltenen Zettel mit Pflegehinweisen kann man folgendes lesen:

- Leder mit Wasser und Bürste reinigen
- Textil mit Wasser und Bürste säubern
- Nach der Trocknung den Schuh in regelmäßigen Abständen mit Imprägnierspray (auf Wasserbasis) behandeln. Die Trockenzeit beträgt ca. 5 Stunden. Danach das Veloursleder mit der dienstlich gelieferten Nubukbürste leicht anrauen. Es dürfen keine Draht- oder Messingbürsten verwendet werden, da diese das Textil beschädigen.
- Die Einlegesohle regelmäßig zur Trocknung aus dem Schuh nehmen

Dies umfasst im Grunde das Wichtigste, ist aber noch längst nicht alles. Vor dem ersten längeren Tragen sollte man den Schuh schon einer Behandlung mit Schuhcreme unterziehen, da Pflegeprodukte flüchtig sind. Nach dem Tragen sind die Schnürsenkel zu entfernen. Nach jeder Tour sollte man die Schuh abbürsten. Die Reinigung sollte wirklich nur mit lauwarmen (NICHT heißem) Wasser und Büste erfolgen, das Textil ist dabei etwas sanfter zu behandeln (z.B. mit einem Schwamm). Die Sohle ebenfalls von Schmutz und Steinen befreien.
Nach dem Lufttrocknen (trockener, luftiger, schattiger Ort, kein Zeitungspapier reinstopfen) sollte man das Leder zunächst mit einer Schuhcreme behandeln, da das Leder durch Beanspruchung und Reinigung an Nährstoffen verliert, die durch das Imprägnierspray nicht in ausreichender Weise zurückgeführt werden können. Bei der Wahl der Schuhcreme ist darauf zu achten, dass es ein Pflegeprodukt auch Wachsbasis ist, für Membranschuhe und ohne Fett oder Öl – dies verstopft die Poren des Leders, der Schuh atmet somit schlechter. Auch sollte man den Schuh zu keinem Zeitpunkt erwärmen, sei es beim Auftragen der Schuhcreme oder nach dem Imprägnieren, da stets Partikel der Schuhcreme durch den Aufwärmprozess zu tief in das Leder eindringen und somit die Atmungsaktivität verschlechtern. Bei Schuhen ohne Membran ist dies aber durchaus empfehlenswert.
Die mit dem Auftragen der Schuhcreme einhergehende Verfärbung des Leders ist für einen Veloursleder-Schuh ganz normal und Ausdruck einer guten Pflege. Die Creme wird mit der kleinen Auftragebürste gleichmäßig und nicht übermäßig bis in alle Ritzen verteilt und einmassiert. Für das Textil ist eine Behandlung mit Imprägnierspray ausreichend. Vor allem die Nähte brauchen besondere Zuwendung – hiermit ist nicht die Menge gemeint, sondern eine sorgsame, je nach Belieben mehrfache Behandlung. Nach dem Trocknen raue ich den Schuh mit einer härteren Bürste (veloursledertaugliche Drahtbürste oder Reinigungsbürste mit stärkeren Borsten) wieder etwas auf, da das Leder sonst glänzt. Außerdem öffnen sich so die Poren an der Oberfläche. Anschließend wird das Imprägnierspray aufgetragen, hier kann man ruhig mehr nehmen nach dem Motto "viel hilft viel" (und bei Bedarf nach dem Trocknen auch eine zweite Imprägnierung vornehmen). Schnürsenkel und versteckte Stellen (Lasche) nicht vergessen. Nach ausreichender Trockenzeit (optimal sind 24 Stunden) ist der Schuh perfekt gepflegt und imprägniert. Gegebenenfalls kann man ab und zu als Grundreinigung noch SnowSeal (s. 4.2) auftragen.
Die Schuhcreme sollte nach jeder Reinigung aufgetragen werden, mit der Imprägnierung kann man je nach Bedarf und Geldbeutel auch unregelmäßiger Verfahren (wenn kein Regen zu erwarten ist).


4.2 Pflegeprodukte, Bezug

HAIX active polish – Meine Empfehlung für die regelmäßige Anwendung. Imprägniert und bewahrt die Atmungsaktivität, da speziell für Membranschuhe entwickelt. 4,00 € für 75ml bei HAIX: Link.

HEY impra – Goretex taugliches Imprägnierspray mit „Nano Technologie“, speziell für Leder. 250ml für 6,00 € ebenfalls im Onlineshop von HAIX: Link.

Bürstenset mit 3 Bürsten zum Reinigen, Auftragen, Polieren in einer Box. 9,00 € bei HAIX: Link.


Abb. 10: HAIX Pflegeprodukte


Snow Seal – Optional und je nach Bedarf ab und zu als Grundreinigung zusätzlich zum active polish auftragen. Auf der Snow Seal Verpackung steht "nicht für Rauleder" - dies aber nur, weil sich durch Snow Seal dessen Farbe verändern kann, nicht etwa, weil es schlecht für die Funktion des Leders wäre. 11,00 € für 200ml bei ASMC: Link.


4.3 Tipps und Tricks

- Nach dem Tragen sollte man die Einlegesohlen der Schuhe zum Lüften herausnehmen. Ein zweites Paar Einlegesohlen zum Wechseln zu kaufen, ist empfehlenswert. Kostenpunkt 4,00 € bei HAIX (Link) – auf die richtige Größe achten! Das Schuhbett kann bei 30° gewaschen werden.

- Beim Schnüren sollte man darauf achten, dass man den Schuh von Anfang an richtig schnürt. Das heißt, die Ferse nach hinten rücken und die Öse auf der Lasche mit benutzen, um diese zu zentrieren. Den Schuh fest schnüren, ohne dass es unangenehm wird. Beim Bergaufgehen kann man den Bereich, wo die Ösen offen sind, etwas lockerer schnüren, beim Bergabgehen sollte man vor allem den Bereich der Beuge etwas fester schnüren, damit der Fuß nicht nach vorne rutscht.

- Den Schuh niemals künstlich trocknen oder erwärmen, dies kann zu dauerhaften Schäden führen.

- Wie üblich sollte man vorne etwas Platz im Schuh haben. Beim Bergabgehen ist ganz leichter Kontakt mit den Zehen an der Vorderseite o.k., bei spürbarem Kontakt eine Nummer größer probieren (zunächst nicht als störend empfundener Kontakt führt erst auf Dauer zu Unbehagen). Mindestens 10 Minuten probetragen mit beiden Schuhen.

- Der Schuh kann von innen - bitte nur mit Wasser - problemlos gereinigt werden

- Die Ösen kann man ab und zu mit Vaseline oder der Schuhcreme pflegen, um Korrosion zu vermeiden

- gute Funktionssocken (z.B. von Falke) kann den Schuh in seiner Funktion ergänzen und den Tragekomfort weiter verbessern

- die Lagerung erfolgt am besten im Schuhschrank, eine Pflege muss während längerer Lagerung nicht erfolgen, wohl aber danach. Schuhe niemals feucht und unbelüftet im Kofferraum, einer Plastiktüte, im Keller o.ä. aufbewahren.




5. Fazit

5.1 Zusammenfassung

Ursprünglich für die Bundeswehr entwickelt, ist der HAIX AIRPOWER® P9 Desert auch ein Allroundschuh für den Alltag oder Outdoor-Aktivitäten. Wer einen in Bezug auf Stabilität und Wetterfestigkeit zuverlässigen, aber trotzdem atmungsaktiven, bequemen und leichten Treckingschuh sucht, sollte den HAIX Airpower auf jeden Fall in die engere Wahl nehmen. Eine klare Kaufempfehlung.


5.2 Pro/Contra

Pro:
- Aussehen (alltagstauglich)
- Flexibel (für alle nicht kalten Jahreszeiten geeignet)
- Leicht, hoher Tragekomfort, gutes Fußklima
- Hohe Stabilität und Gelenkschutz
- 100% wasserdicht und dabei atmungsaktiv
- Einlegesohlen wechselbar

Contra:
- Farbveränderung (für manche störend)
- Absorbiert Fußschweiß nicht zu 100%
- Recht teuer
- Etwas aufwändige Pflege




6. Quellen

http://www.haix.com/ (Produktinfos)
http://forum.sondereinheiten.de/ (Pflegetipps)
http://www.amelunxen.onlinehome.de/drofaq/schuhe.html#ih2_3 (Goretex)
http://www.haix.com/deu/download.php?file=pflegeinfo.pdf (Haix Pflegeanleitung)
http://www.meindl.de/download/deutsch/meindl_trekking_pflege.pdf (Meindl Pflegeanleitung)
http://www.hanwag.de/ (Pflege, Tipps, Goretex)
Camp4 Katalog 2007 (Goretex)






Dieser Artikel (Text und Bilder) ist Eigentum des KSK-Berlin und darf ohne ausdrückliche Genehmigung des Verfassers weder ganz noch teilweise kopiert, vervielfältigt, verändert oder in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen verwendet werden.


Autor: thrush
Erstellungsdatum: 06.10.2007
Letzte Änderung: 15.10.2007
Aufrufe: 48775
Kommentare (3)

Stichwörter: Review, Test, Haix, Airpower, P9, Desert, Stiefel, Kampfschuh heiß/trocken


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