1. Einleitung
1.1
Kaufgrund, Erwartungen
Mein Interesse an Wüsten Kampfstiefeln rührte
ursprünglich daher, dass ich mir ein
Wüstentarn-Outfit zusammenstellen wollte. Außerdem
wollte ich einen leichten und atmungsaktiven Stiefel haben, auch
für andere Outdoor-Aktivitäten. Die
Bundeswehr-Stiefel sind dafür zwar auch geeignet, aber doch
sehr schwer und dick. Auf meiner Suche stieß ich bei E-Bay
auf den HAIX Airpower P9 Desert, neu und ungetragen in meiner
Größe, informierte mich kurz mithilfe der wenigen
unabhängigen Infos im Netz und schlug zu.
1.2
Produktbeschreibung von HAIX
Obermaterial: Eine Kombination aus weichem und geschmeidigem
Veloursleder, hydrophobiert, atmungsaktiv, 2,0 – 2,2 mm stark
und sehr strapazierfähigem Polyamid Stoffeinsatz
GORE-TEX® Laminat mit XCR®-Product Technology:
3-lagiges GORE-TEX® Laminat, wasserdicht und hoch atmungsaktiv.
Abriebfester Futterstoff mit höchstem Klimakomfort,
insbesondere für flexiblen Wechseleinsatz im Innen- und
Außenbereich und bei wärmeren Temperaturen.
Brandsohle: Fußschweiß absorbierende Texonbrandsohle
Fußbett: Anatomisch geformte Einlegesohle mit sehr guter
Feuchtigkeitsaufnahme und schneller Rücktrocknung,
auswechselbar, waschbar
Sohle: Gummi/PU Sohle mit sportlichem Strassen-/Geländeprofi,
Optimales Auftritts- und Abrollverhalten durch sportive Spitzen- und
Absatzsprengung. Der PU-Dämpfungskeil mit seinem geringen
Gewicht sorgt für hervorragende Laufeigenschaften.
Öl- und benzinbeständig, nicht kreidend.
Gemäß EN ISO 20347:2004.
HAIX®-Klima-System: HAIX®-Klima-System mit
Micro-Dry-Futter am Schaftabschluss
HAIX®-AS-System: Arch Support System; Optimale
Fußunterstützung im Gelenkbereich durch anatomisch
geformten Leisten; Gute Fußführung und sicherer Halt
durch schmalen Fersen- und Gelenkbereich, dadurch noch mehr
Bequemlichkeit im komfortablen breiten Vorfußbereich.
Sonstiges: Geringes Gewicht, antistatisch nach EN ISO 20344/20347:2004;
Lederverstärkungen an hoch beanspruchten Stellen. Das textile
Obermaterial läuft unter diesen Lederbesätzen weiter
bis unter den Sohlenrand. Hoch hitzefeste Sohlenbefestigung.
Erhöhte Sohlenstabilität durch ein
großflächiges Kunststoffgelenk. Dies verhindert
punktuellen Druck auf der Fußsohle z. B. von Steinen.
1.3 Zahlen
und Fakten, Bezug
Erstmalige Vorführung: 06. März 2007 auf der IDEX
2007 in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate. Davor Feldversuch mit
15.000 Soldaten / Soldatinnen.
Gewicht: Exakt 820g pro Stiefel (ohne Schnürsenkel, mit
Einlagesohle)
Größe: (bei 285 BW-Größe, jeweils
Maximalwerte): 23cm hoch, ca. 11.3cm breit
Lieferumfang: Stiefel, 2 Stück Einlagesohlen,
Schnürsenkel, 1x Zettel „Stiefel, Feld“
mit Größe, EAN-Code, sowie ein Zettel
„Pflegehinweise“
Preis: ca. 160,-€
Bezug: z.B.
Recon
Company,
ASMC
2. Ersteindruck
2.1 Design
und Verarbeitung
Der Stiefel verzichtet absichtlich auf ein martialisches Auftreten, um
sich auch auf dem zivilen Markt positionieren zu können. Die
Farbtöne
sind zurückhaltend Ton in Ton, helle Sandfarben wie man es
erwartet.
Nur die Fersenbeuge fällt vom Farbton her etwas dunkler /
rötlich aus
dem Rahmen.
Abb. 1 und 2: Front- und Seitenprofil, Hackenpartie und Fersenbeuge
Das Veloursleder fühlt sich samtig weich an und hat eine
leicht körnige Struktur.
Abb. 3: Veloursleder Obermaterial
Die vom Farbton her hellere Stoffpartie fühlt sich rau, fest
und widerstandsfähig an. Verbunden sind die Materialien mit
hellen, sauber verarbeiteten Nähten.
Der Innenschuh hat einen grauen Schaftabschluss, gefolgt von einem
dunkelblauen Futter auf dem überall der Schriftzug
„GORE-TEX“ sowie „XCR“ prangt.
Im Hackenbereich ist eine weitere Polsterung eingearbeitet. Sofort
fällt auf, wie geschmeidig und weich der Innenschuh
verarbeitet ist. Die Nähte sind extrem flach und fast kaum zu
ertasten.
Die Einlagesohle ist ohne Probleme herausnehmbar, darunter das feste,
wulstlos verarbeitete Schuhbett.
Abb. 4 und 5: Innenschuh, Einlegesohle
2.2 Details
Die Sohle ist nicht vernäht, sondern gespritzt, wie man es von
HAIX gewohnt ist. Die Ösen sind massiv und rund, nirgends eine
scharfe Kante. Mittig auf der Lasche/Zunge ist eine weitere
Öse angebracht, die für die Laschenzentrierung
zuständig ist. Im oberen Schaftbereich ist das Leder rundherum
mit 19 Belüftungslöchern perforiert. Auf der Lasche
ist BW-typisch die Größe und weiter Zahlen
eingestanzt, darunter der Schriftzug: „KAMPFSCHUH
HEISS/TROCKEN“ sowie unterhalb der Öse noch eine EN
ISO Norm und weitere Zeichen.
Abb. 6: Lasche mit Schriftzügen
Im Innenschuh sitzt noch ein weißes, nicht entfernbares
Schild: „285 (Größe) –
110“ darunter: „7049581“. Die Zugschlaufe
steht etwas vom Schuh ab, es passen zwei Finger durch. Auf der Sohle
das HAIX-Logo mit Schriftzug „OIL & FUEL
RESISTANT“ sowie „ANTI STATIC“.
Abb. 7: Das HAIX-Logo und Sohlenprofil
2.3
Goretex in Schuhen
Goretex ist im Grunde gestrecktes, poröses Teflon,
durchlässig für Wasserdampf, aber nicht für
zusammenhängende Wassermoleküle. Die Membran atmet
erst bei einem Gefälle zwischen innen und außen ab
ca. 18° sowie einem entsprechendem
Feuchtigkeitsgefälle mit voller Intensität. Beispiel:
Ist es im Schuh warm und feucht, und draußen kühl
und trocken, atmet der Schuh am besten. Schlamm, Wasser, Hitze und
Feuchtigkeit auf der Schuhaußenseite behindern diesen
Prozess, weshalb man das Leder vor diesen Einflüssen
schützen sollte. Ist das Leder nun wasserdicht
imprägniert und gepflegt, benötigt man die
Goretex-Membran eigentlich nicht mehr, sie stört dann eher die
Atmungsaktivität. Wenn es regnet und der Schuh von
außen nass ist, atmet der Schuh nur eingeschränkt.
Goretex ist also keine „Eierlegende Wollmilch-Sau“,
ein Teil der Atmungsaktivität sinkt (im Vergleich zu einem
Schuh ohne Goretex) zugunsten der Wetterfestigkeit. Ist Goretex also in
Schuhen überhaupt sinnvoll?
Ich denke ja, denn ein Schuh muss vor allem auf längeren
Touren den Fuß so zuverlässig wie möglich
vor Feuchtigkeit von außen schützen. Dies ist durch
Goretex gewährleistet, egal was kommt. Der HAIX P9 kann so
auch in feuchten Gebieten getragen werden, ohne dass man sich Sorgen
muss, dass die Imprägnierung des Leders nicht hält.
Mit Goretex erreicht man eine bessere Wetterfestigkeit wie mit den
schweren Glattleder-BW-Kampfstiefeln bei verringertem Gewicht und
höherer Bewegungsfreiheit. Die Goretex XCR Membran vom HAIX P9
ist außerdem eine neue, speziell für warme
Umgebungstemperaturen entwickelte Membran mit einem viel
höherem Klimawert als ein Winterschuh mit dem isolierenden
Goretex Duratherm-Laminat. Für reine Wüstengebiete,
in denen Niederschlag sehr unwahrscheinlich ist, wäre meines
Erachtens allerdings ein Schuh ohne Membran sinnvoller, da die
Atmungsaktivität dadurch noch größer ist.
Dazu noch zwei Texte von der Hanwag Homepage, die das wichtigste
nochmal zusammenfassen:
Was ist
besser: Ein Lederschuh oder ein Schuh mit Gore-Tex-Ausstattung?
Beides hat seine Vorteile. Dabei kommt es – wie immer
– auf den Einsatzzweck an. Soll der Schuh langfristig
wasserdicht bleiben, führt kein Weg an einer Membran vorbei,
wenn man nicht regelmäßig imprägnieren
möchte (z.B. auf langen Trekkingtouren oder im harten alpinen
Einsatz). Ein Lederfutter hingegen erscheint vielen Menschen
„natürlicher“ und es trägt sich
angenehmer. Für den normalen Einsatz reicht auch die
Wasserdichtigkeit absolut aus – wenn man das Oberleder
entsprechend pflegt! „Besser“ in diesem Sinne kann
es also nicht geben: Entscheidend sind persönliche Vorlieben
und der geplante Einsatz.
Was
hält länger: Ein Schuh mit oder ohne
Gore-Tex®-Futter?
Bei richtiger Pflege (Tipps dazu finden Sie hier) hält ein
Lederschuh beinahe ewig – und zwar egal ob mit oder ohne
Gore-Tex®-Ausstattung. Ein Gore-Tex®-Schuh mit textilem
Obermaterial ist nicht so robust wie ein Schuh mit Lederschaft.
Dafür ist er leichter und flexibler.
3. Praxistest
Die erste Anprobe verlief erwartungsgemäß. Die
Schnürung der drei oberen, offenen Ösenpaare
vollzieht sich recht flott, der Schuh hat mit insgesamt 6
Ösenparen eine ideale Höhe um den Fuß gegen
Umknicken zu Schützen.
Abb. 8: Die Schnürung
Nach einigen Tagen Einlaufzeit weder Blasen noch Druckstellen, die
Füße fühlen sich wohl, der Schuh sitzt vom
ersten Moment an wie maßgeschneidert. Nach einem Arbeitstag
direkt nach dem Ausziehen sind die Baumwollsocken vom
Fußschweiß leicht angefeuchtet, was jedoch zu
keinem Zeitpunkt während des Tragens unangenehm
auffällt. Bisher ist das Fußklima sehr gut.
Am Wochenende habe ich den Schuh dann in einen kurzweiligen
Härtetest geschickt. Von Freitag bis Sonntag war ich
draußen unterwegs, bei zum Teil sehr starken Regen. Der Schuh
versank dabei teilweise recht tief im Schlamm.
Abb. 9: HAIX P9 nach Gebrauch
Meine Sorge, dass der Schuh nun für den Rest des Tests
verdreckt ist, hat sich aber nicht bestätigt – ein
kurzer Gang durchs nasse Gras macht den Schuh ähnlich sauber
wie Glattleder-Schuhe. Das Leder saugt sich aber schon mit der
Feuchtigkeit voll, erkennbar an der veränderten
Färbung. Meine Erwartungen bezüglich des Schutzes vor
eindringender Nässe haben sich aber bestätigt, die
Schuhe halten absolut dicht. Das Fußklima ist ausgezeichnet,
und auch nach länger andauernder Aktivität
erfüllt der Schuh seine Aufgaben ausgezeichnet. Der Schuh ist
sehr gut gepolstert, beweglich und trotzdem gegen Umknicken
ausgezeichnet gesichert, wahrscheinlich eine Folge des Arch Support
Systems (s.o.). Die Sohle bietet auf Beton wie im Schlamm sehr guten
Halt.
Zu Hause angekommen war ich zwar erschöpft, den
Füßen ging es aber erstaunlich gut. Auch bei der
anschließenden Reinigung des Schuhs unter
fließendem Wasser dringt keine Feuchtigkeit ins Innere.
Fazit: Praxistest bestanden, Erwartungen erfüllt.
Ich benutze den Schuh mittlerweile auch in „zivil“
und konnte bisher einfach nichts aussetzen. HAIX hat wirklich gute
Arbeit geleistet.
4. Pflege und Tipps
4.1
Pflegehinweise
Die richtige Pflege beeinflusst maßgeblich die Lebensdauer
und Qualität der Schuhe. Außerdem ist eine
regelmäßige Pflege Voraussetzung für die
Garantie. Auf dem im Lieferumfang enthaltenen Zettel mit
Pflegehinweisen kann man folgendes lesen:
- Leder mit Wasser und Bürste reinigen
- Textil mit Wasser und Bürste säubern
- Nach der Trocknung den Schuh in regelmäßigen
Abständen mit Imprägnierspray (auf Wasserbasis)
behandeln. Die Trockenzeit beträgt ca. 5 Stunden. Danach das
Veloursleder mit der dienstlich gelieferten Nubukbürste leicht
anrauen. Es dürfen keine Draht- oder Messingbürsten
verwendet werden, da diese das Textil beschädigen.
- Die Einlegesohle regelmäßig zur Trocknung aus dem
Schuh nehmen
Dies umfasst im Grunde das Wichtigste, ist aber noch längst
nicht alles. Vor dem ersten längeren Tragen sollte man den
Schuh schon einer Behandlung mit Schuhcreme unterziehen, da
Pflegeprodukte flüchtig sind. Nach dem Tragen sind die
Schnürsenkel zu entfernen. Nach jeder Tour sollte man die
Schuh abbürsten. Die Reinigung sollte wirklich nur mit
lauwarmen (NICHT heißem) Wasser und Büste erfolgen,
das Textil ist dabei etwas sanfter zu behandeln (z.B. mit einem
Schwamm). Die Sohle ebenfalls von Schmutz und Steinen befreien.
Nach dem Lufttrocknen (trockener, luftiger, schattiger Ort, kein
Zeitungspapier reinstopfen) sollte man das Leder zunächst mit
einer Schuhcreme behandeln, da das Leder durch Beanspruchung und
Reinigung an Nährstoffen verliert, die durch das
Imprägnierspray nicht in ausreichender Weise
zurückgeführt werden können. Bei der Wahl
der Schuhcreme ist darauf zu achten, dass es ein Pflegeprodukt auch
Wachsbasis ist, für Membranschuhe und ohne Fett oder
Öl – dies verstopft die Poren des Leders, der Schuh
atmet somit schlechter. Auch sollte man den Schuh zu keinem Zeitpunkt
erwärmen, sei es beim Auftragen der Schuhcreme oder nach dem
Imprägnieren, da stets Partikel der Schuhcreme durch den
Aufwärmprozess zu tief in das Leder eindringen und somit die
Atmungsaktivität verschlechtern. Bei Schuhen ohne Membran ist
dies aber durchaus empfehlenswert.
Die mit dem Auftragen der Schuhcreme einhergehende Verfärbung
des Leders ist für einen Veloursleder-Schuh ganz normal und
Ausdruck einer guten Pflege. Die Creme wird mit der kleinen
Auftragebürste gleichmäßig und nicht
übermäßig bis in alle Ritzen verteilt und
einmassiert. Für das Textil ist eine Behandlung mit
Imprägnierspray ausreichend. Vor allem die Nähte
brauchen besondere Zuwendung – hiermit ist nicht die Menge
gemeint, sondern eine sorgsame, je nach Belieben mehrfache Behandlung.
Nach dem Trocknen raue ich den Schuh mit einer härteren
Bürste (veloursledertaugliche Drahtbürste oder
Reinigungsbürste mit stärkeren Borsten) wieder etwas
auf, da das Leder sonst glänzt. Außerdem
öffnen sich so die Poren an der Oberfläche.
Anschließend wird das Imprägnierspray aufgetragen,
hier kann man ruhig mehr nehmen nach dem Motto "viel hilft viel" (und
bei Bedarf nach dem Trocknen auch eine zweite Imprägnierung
vornehmen). Schnürsenkel und versteckte Stellen (Lasche) nicht
vergessen. Nach ausreichender Trockenzeit (optimal sind 24 Stunden) ist
der Schuh perfekt gepflegt und imprägniert. Gegebenenfalls
kann man ab und zu als Grundreinigung noch SnowSeal (s. 4.2) auftragen.
Die Schuhcreme sollte nach jeder Reinigung aufgetragen werden, mit der
Imprägnierung kann man je nach Bedarf und Geldbeutel auch
unregelmäßiger Verfahren (wenn kein Regen zu
erwarten ist).
4.2
Pflegeprodukte, Bezug
HAIX active polish – Meine Empfehlung für die
regelmäßige Anwendung. Imprägniert und
bewahrt die Atmungsaktivität, da speziell für
Membranschuhe entwickelt. 4,00 € für 75ml bei HAIX:
Link.
HEY impra – Goretex taugliches Imprägnierspray mit
„Nano Technologie“, speziell für Leder.
250ml für 6,00 € ebenfalls im Onlineshop von HAIX:
Link.
Bürstenset mit 3 Bürsten zum Reinigen, Auftragen,
Polieren in einer Box. 9,00 € bei HAIX:
Link.
Abb. 10: HAIX Pflegeprodukte
Snow Seal – Optional und je nach Bedarf ab und zu als
Grundreinigung zusätzlich zum active polish auftragen. Auf der
Snow Seal Verpackung steht "nicht für Rauleder" - dies aber
nur, weil sich durch Snow Seal dessen Farbe verändern kann,
nicht etwa, weil es schlecht für die Funktion des Leders
wäre. 11,00 € für 200ml bei ASMC:
Link.
4.3 Tipps
und Tricks
- Nach dem Tragen sollte man die Einlegesohlen der Schuhe zum
Lüften herausnehmen. Ein zweites Paar Einlegesohlen zum
Wechseln zu kaufen, ist empfehlenswert. Kostenpunkt 4,00 € bei
HAIX (
Link)
– auf die richtige Größe achten! Das
Schuhbett kann bei 30° gewaschen werden.
- Beim Schnüren sollte man darauf achten, dass man den Schuh
von Anfang an richtig schnürt. Das heißt, die Ferse
nach hinten rücken und die Öse auf der Lasche mit
benutzen, um diese zu zentrieren. Den Schuh fest schnüren,
ohne dass es unangenehm wird. Beim Bergaufgehen kann man den Bereich,
wo die Ösen offen sind, etwas lockerer schnüren, beim
Bergabgehen sollte man vor allem den Bereich der Beuge etwas fester
schnüren, damit der Fuß nicht nach vorne rutscht.
- Den Schuh niemals künstlich trocknen oder erwärmen,
dies kann zu dauerhaften Schäden führen.
- Wie üblich sollte man vorne etwas Platz im Schuh haben. Beim
Bergabgehen ist ganz leichter Kontakt mit den Zehen an der Vorderseite
o.k., bei spürbarem Kontakt eine Nummer
größer probieren (zunächst nicht als
störend empfundener Kontakt führt erst auf Dauer zu
Unbehagen). Mindestens 10 Minuten probetragen mit beiden Schuhen.
- Der Schuh kann von innen - bitte nur mit Wasser - problemlos
gereinigt werden
- Die Ösen kann man ab und zu mit Vaseline oder der Schuhcreme
pflegen, um Korrosion zu vermeiden
- gute Funktionssocken (z.B. von Falke) kann den Schuh in seiner
Funktion ergänzen und den Tragekomfort weiter verbessern
- die Lagerung erfolgt am besten im Schuhschrank, eine Pflege muss
während längerer Lagerung nicht erfolgen, wohl aber
danach. Schuhe niemals feucht und unbelüftet im Kofferraum,
einer Plastiktüte, im Keller o.ä. aufbewahren.
5. Fazit
5.1
Zusammenfassung
Ursprünglich für die Bundeswehr entwickelt, ist der
HAIX AIRPOWER® P9 Desert auch ein Allroundschuh für
den Alltag oder Outdoor-Aktivitäten. Wer einen in Bezug auf
Stabilität und Wetterfestigkeit zuverlässigen, aber
trotzdem atmungsaktiven, bequemen und leichten Treckingschuh sucht,
sollte den HAIX Airpower auf jeden Fall in die engere Wahl nehmen. Eine
klare Kaufempfehlung.
5.2
Pro/Contra
Pro:
- Aussehen (alltagstauglich)
- Flexibel (für alle nicht kalten Jahreszeiten geeignet)
- Leicht, hoher Tragekomfort, gutes Fußklima
- Hohe Stabilität und Gelenkschutz
- 100% wasserdicht und dabei atmungsaktiv
- Einlegesohlen wechselbar
Contra:
- Farbveränderung (für manche störend)
- Absorbiert Fußschweiß nicht zu 100%
- Recht teuer
- Etwas aufwändige Pflege
6. Quellen
http://www.haix.com/ (Produktinfos)
http://forum.sondereinheiten.de/ (Pflegetipps)
http://www.amelunxen.onlinehome.de/drofaq/schuhe.html#ih2_3 (Goretex)
http://www.haix.com/deu/download.php?file=pflegeinfo.pdf (Haix Pflegeanleitung)
http://www.meindl.de/download/deutsch/meindl_trekking_pflege.pdf (Meindl Pflegeanleitung)
http://www.hanwag.de/ (Pflege, Tipps, Goretex)
Camp4 Katalog 2007 (Goretex)
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Autor:
thrush
Erstellungsdatum: 06.10.2007
Letzte Änderung: 15.10.2007
Aufrufe: 48775
Kommentare
(3)
Stichwörter: Review, Test, Haix, Airpower, P9, Desert, Stiefel, Kampfschuh
heiß/trocken