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Das KSK


Die Vorgeschichte


April 1994. Seit Jahrzehnten schwelte der Konflikt zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen Hutu und Tutsi in Ruanda. Als am 06. April ein Flugzeug mit dem Ruandischen Präsidenten von Rebellen abgeschossen wurde, entlud sich der Hass in Pogromen, denen hunderttausende zum Opfer fielen. Man schätzt heute, dass innerhalb von 100 Tagen bis zu 1 Mio. Menschen den Tod gefunden hatten. Zahlreiche Ausländer konnten das Land durch die Eroberung des Flughafens durch Fallschirmjäger der französischen Fremdenlegion am 09. April noch rechtzeitig verlassen, bevor die gesamte Infrastruktur zusammenbrach. Nach dem Abzug der Franzosen wenige Tage später gab es keine Fluchtmöglichkeit mehr. Unter den verbliebenen Ausländern befanden sich auch elf Mitarbeiter der "Deutschen Welle". Deutsche Spezialsoldaten waren für eine Rettung nicht vorhanden. Zwar wurden Teile der Fallschirmjägerkompanie B1 in Alarm versetzt, aber schließlich übernahmen belgische Fallschirmjäger die Rettung.

Insbesondere die europäischen Staaten zogen aus diesen Ereignissen ihre Konsequenzen. Sie bauten ein engmaschiges diplomatisches Netz auf, um in vergleichbaren Fällen schneller Hilfe leisten zu können. Für die deutsche Bundeswehr lieferte das Ereignis den Startschuss für ein umfangreiches Modernisierungskonzept. Am 12. Juli 1994 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass humanitäre und militärische Einsätze der Bundeswehr auch außerhalb des NATO-Gebietes zulässig sind. Gleich darauf begann der Führungsstab des Heeres, Konzepte für den Aufbau eines Verbandes zu entwickeln, der nicht nur Zivilisten evakuieren kann, sondern auch in der Lage sein würde, Geiseln zu befreien. Bereits acht Monate später waren die Pläne soweit fortgeschritten, dass der Bundesminister der Verteidigung den Aufbau eines Kommando Spezialkräfte ankündigte. Im Juni 1995 beschloss das Kabinett die Aufstellung, und am 20. September 1996 war es dann soweit: Das KSK wurde offiziell aufgestellt.


Abb. 1: Barettabzeichen KSK



Die Aufgaben des KSK


Rund zwei Drittel der 1000 in Calw stationierten KSK-Soldaten gehören den Unterstützungskräften und dem Stabspersonal an. Viele Informationen über die Truppe sind streng geheim, aber über seine Leistungsfähigkeit breitet das KSK nicht den Mantel des Schweigens. Folgende Aufgaben hat das KSK:

- Retten und Befreien
Die Wurzeln dieses Bereiches liegen natürlich in den Ereignissen von 1994 in Ruanda. Das KSK ist in der Lage, bedrohte Personen aus gefährlichen Gebieten zu retten, auch wenn die Infrastruktur lahm gelegt wurde.
Auch die Geiselbefreiung gehört zu ihren Aufgaben. In diesem Bereich nähern sich die vom KSK benutzten Einsatztaktiken denen von Spezialeinheiten der Polizei an. Ob Wohngebäude, Fabriken, Eisenbahn, Bus oder Flugzeug, der Schlüssel zum Erfolg ist hier fast immer der Überraschungseffekt.

- Schutz
Unter Schutz fallen sowohl der Schutz von Personen in besonderen Lagen wie auch der Schutz der Truppe vor terroristischen Bedrohungen.

- Aufklärung
Zu den Aufgaben des KSK gehört das Gewinnen von Schlüsselinformationen. Das KSK klärt im Einsatzgebiet z.B. Fernmeldeanlagen, Depots, Hauptquartiere des Gegners sowie Nachschubwege auf. Es stellt die Stärke des Gegners, seine Bewaffnung, und den Aufenthaltsort besonders wichtiger Personen fest. Je besser die Aufklärung, desto geringer ist das Risiko des Einsatzes.
Der Fernspähkommandokompanie des KSK steht dafür besonders hochwertiges, technisches Gerät zur Verfügung. Sie klären strategische Ziele auf und gewinnen Schlüsselinformationen für Operationen von strategischer und politischer Tragweite.

- Abwehr von Terror und Kampf in der Tiefe
Mittlerweile steht der Kampf gegen Terroristen ganz oben auf der Liste. In diesen Aufgabenbereich fällt aber auch die Wegnahme, Zerstörung oder Lähmung von Waffen und Einsatzmitteln, Infrastruktur und Anlagen, die für den Gegner von entscheidender Bedeutung sind. Dazu gehört z.B. die Sprengung von Brücken und Fernmeldeanlagen, oder Angriffe auf Flugplätze und Häfen. Das KSK ist besonders gut für den "chirurgischen Schnitt" geeignet.


Abb. 2: Ein Soldat des KSK



Gliederung des KSK


Das Kommando Spezialkräfte ist der Division Spezielle Operationen (DSO) unterstellt. Die DSO wurde im April 2001 aufgestellt und ist befähigt, in kurzer Zeit über weite Entfernungen einsetzbar zu sein. Zwischen 8000 und 10000 Soldaten und Soldatinnen leisten ihren Dienst in den unterstellten Dienststellen. Neben dem KSK sind noch mehrere Luftlandebrigaden und Luftlandefernmeldebataillone, die Fernspählehrkompanie, die Luftlandeflugabwehrraketenbatterie, sowie das Heeresmusikkorps 300 der DSO unterstellt.

Der derzeitige Kommandeur des Kommando Spezialkräfte ist Brigadegeneral Hans-Christoph Ammon. In seiner Führungsaufgabe wird der Kommandeur durch den Kommando-Stab unterstützt. Dort befinden sich der Sprachendienst und der psychologische Dienst.
Herzstück des KSK bilden die Einsatzkräfte. Jede der vier Kommandokompanien bestehen aus Spezialzügen, je einer für eine bestimmte Verbringungsart: Spezialzug für Land/Wüste, Fallschirmspezialzug, Amphibischer Zug, ein Gebirgs-/Arktiszug und ein Fernspäh-/Scharfschützenzug. Eine Fernspähkommandokompanie überwacht und sichert wichtige Geländepunkte, Räume und Wege im Einsatzgebiet und verwischt die Spuren nach einem Einsatz.
Der Unterstützungsbereich sichert unabhängig von der örtlichen Infrastruktur die Einsatzfähigkeit der Einsatzkräfte. Er umfasst je eine Fernmelde-, eine Unterstützungs- und eine Stabs- und Versorgungskompanie, sowie das Sanitätszentrum. Zu den Aufgaben gehören das weltweite Sicherstellen von Fernmeldeverbindungen, Nachschub, Transporte aller Art, die Instandsetzung von Einsatzfahrzeugen und die medizinische Versorgung.
Der Bereich Ausbildung und Forschung beinhaltet das Ausbildungs- und Versuchszentrum (AVZ) und die Gruppe Weiterentwicklung. Das AVZ ist verantwortlich für die Auswahl und die Ausbildung von Kommandosoldaten. Die Gruppe Weiterentwicklung wirkt maßgeblich bei der Entwicklung, Beschaffung und Einführung von Material für das Kommando mit. Dazu gehören Einsatzverfahren und Vorschriften genauso dazu wie das Sichten und Testen von Spezialwaffen, Fahrzeuge und einsatzwichtigem Gerät.


Abb. 3: Gliederung des KSK



Der Kommandotrupp


Der Kommandotrupp stellt mit vier KSK-Soldaten die kleinste taktische Einheit des KSK dar. Mit vier Soldaten ist der Trupp schicht- und ruhefähig und erhält eine längere Durchhaltefähigkeit im Feld. Jeder der vier Soldaten hat einen Bereich, in dem er besonders intensiv ausgebildet ist. Jeder Trupp verfügt so über einen

- Sanitäts-Spezialisten. Da der Trupp autark agiert, ist kein Arzt dabei, die Soldaten müssen sich also im Notfall selbst versorgen können. Der Sanitäts-Spezialist besitzt die Qualifikation eines Rettungs-Sanitäters.

- Pionier. Dieser Soldat ist Experte für Sprengen, Zerstören, Lähmen und Ausschalten. Eine strategisch wichtige Brücke zu zerstören ist z.B. die Aufgabe des Pioniers.

- Fernmelder. Militärische Einsätze sind ohne Funk- und Fernmeldeverbindungen kaum denkbar. Der Fernmelder des Trupps ist für das Senden und Empfangen von Meldungen und Anweisungen zuständig. Falls erforderlich, kann er eine Verbindung zum Basislager, nach Calw und sogar zur Bundesregierung herstellen.

- Waffenfeldwebel. Er erhält eine Ausbildung an allen Handfeuerwaffen und ist befähigt, kleinere Reparaturen an ihnen durchzuführen. Er ist auch Spezialist für Fremdwaffen und erkennt fremde Waffensysteme.

Man hat so in einem Trupp des KSK die vier wichtigsten Fähigkeiten in einer Spezialisierung abgebildet. Grundsätzlich können aber alle Truppmitglieder alles.


Abb. 4: Ein KSK-Kommandotrupp



Bewerbung, Auswahlverfahren und Ausbildung


Der Auftrag des KSK verlangt höchste Professionalität, körperliche Fitness, mentale Stärke, Teamfähigkeit und hohes Verantwortungsbewusstsein. Das Auswahlverfahren für interessierte Bewerber ist deshalb ohne Beispiel in der Bundeswehr.

Bundeswehr-Angehörige müssen vor der Bewerbung eine Ausbildung zum Unteroffizier oder Offizier abgeschlossen haben. Ungediente Zivilisten bis 24 Jahre haben die Möglichkeit, direkt in die Laufbahn "Kommandoanwärter" einzusteigen.

Das Auswahlverfahren besteht aus zahlreichen Abschnitten. Im Bereich körperliche Leistungsfähigkeit muss der Bewerber folgende Bedingungen erfüllen: fünf Klimmzüge im Ristgriff mit Aushängen, Physical Fitness Test (PFT) mit min. 20 Punkten, davon keine Einzeldisziplin unter drei Punkten, Überwinden der Hindernisbahn in max. 1:40 min, 7 km Geländelauf mit 20 kg Gepäck in max. 52 min. und 500m Schwimmen in max. 15 min.
In einer mehrtägigen Überleben- und Durchschlagen-Übung unter extremen Belastungen werden die Bewerber im Gruppenrahmen und bei langen Einzelmärschen an ihre Belastungsgrenzen geführt. Inhalte sind unter anderem Eilmärsche, Verwundetentransport, Transport schwerer Lasten, Klettern und Abseilen, in Verbindung mit Schlaf- und Nahrungsentzug. Ebenfalls prüfungsrelevant ist die erfolgreiche Teilnahme am Combat Survival Course.

Nach dem Auswahlverfahren beginnt eine zweijährige Basis-Ausbildung zum Kommandosoldaten. Insgesamt werden 20 Ausbildungsabschnitte an zehn Ausbildungseinrichtungen durchgeführt. Dazu gehören Fallschirmspringen, Sprengen, Schießen, Abseilen aus Hubschraubern, Nahkampf und eine Sanitätsausbildung. Jeder Kommandosoldat wird zum Spezialisten (Pionier, Waffenspezialist, Sanitäter oder Fernmelder) ausgebildet. Der genaue Ablauf der Ausbildung ist abhängig von der Spezialisierung und wird auf jeden Kommandosoldaten individuell abgestimmt.


Abb. 5: Bewerbung, Auswahlverfahren und Ausbildung



Einsätze


Selbstverständlich sind sämtliche Einsätze des KSK streng geheim. Es ist daher fast unmöglich, gesicherte Informationen über die aktuellen Einsätze zu erhalten. Hier findet ihr eine Liste von Einsätzen, die im Nachhinein dem KSK zugeordnet wurden:

- 15.06.1998. Soldaten des KSK und französische SFOR-Einheiten nehmen den Kriegsverbrecher Milorad Krnojelac in Bosnien/Herzegowina fest. Dies war der erste Einsatz des KSK.

- 1999 – 2001 finden weitere Missionen im Gebiet Bosnien/Herzegowina statt. Während den Einsätzen werden der serbische Paramilitär Radomir Kovac und weitere Kriegsverbrecher festgenommen.

- Januar 2002 – September 2003. Bis zu 100 KSK-Soldaten waren kontinuierlich im Rahmen der Operation Enduring Freedom in Afghanistan im Einsatz. Die Hauptaufgabe hier war das Gewinnen von Schlüsselinformationen. Sie waren in Kandahar und in Bagram stationiert.

- März 2002. KSK-Kräfte sollen an der umstrittenen Operation Anaconda beteiligt gewesen sein. Bei dieser Operation wurde nach Taliban-Kämpfer in Afghanistan gesucht.

- Mai 2005. KSK-Soldaten waren wieder in Afghanistan, diesmal direkt an der afghanisch-pakistanischen Grenze, und halfen bei der Sicherung der dort stationierten Kräfte.

- August 2006. Seit August 2006 soll das KSK in Nordafghanistan Widerstandskämpfer aufspüren und das deutsche Kontingent vor der Bedrohung durch die lokalen Warlords schützen.

- Ende April 2008. KSK-Soldaten und Fallschirmjäger der Luftlandebrigade 26 führten gemeinsam eine Operation durch und entdeckten zwei geheime Waffenlager. 13 Terrorverdächtige wurden festgenommen. Sie stehen im Verdacht, für den tödlichen Anschlag auf deutsche Soldaten im Frühjahr 2007 in Kunduz verantwortlich zu sein.


Abb. 6: Zwei KSK-Soldaten bei Sonnenuntergang



News


16.07.2008 - Eine Übung der Division Spezielle Operationen fand am Dienstag nicht auf dem Truppenübungsplatz, sondern mitten in Straubing statt. Unbemerkt von Anwohnern, so wie es der Einsatzauftrag vorschreibt, trainierte "ein Truppenteil der Division für spezielle Operationen" im leerstehenden Böglmüller-Lagerhaus. Sehr wahrscheinlich war das Kommando Spezialkräfte zu Besuch, wie "gut unterrichtete Kreise" wussten. [Link]

18.06.2008 - Zwei Jahre lang hat der Bremer Türke Murat Kurnaz für öffentliches Aufsehen gesorgt, weil er KSK-Soldaten Misshandlung vorwarf - nun verzichtet er nach dem Ermittlungsstopp gegen die Bundeswehrsoldaten auf weitere Rechtsmittel. Sein Anwalt begründet den Rückzug mit der Haltung der Behörden. [Link]

17.05.2008 - Der Bundeswehreinheit KSK ist bei einem Einsatz im Norden Afghanistans ein womöglich schwerwiegender Fehler unterlaufen. Nach Informationen des SPIEGEL misslang die Festnahme eines als extrem brutal geltenden Taliban-Führers. Deutsche Helfer und Soldaten müssen nun Racheakte fürchten. Das KSK darf keine tödliche Gewalt gegen Terrorverdächtige anwenden, "solange nicht ein Angriff stattfindet oder unmittelbar bevorsteht". [Link]

26.04.2008 - Erfolg in Kunduz: Gemeinsam mit afghanischen Sicherheitskräften haben KSK-Soldaten der Bundeswehr zwei Waffenlager ausgehoben. Außerdem wurden mehrere Menschen festgenommen, die der Beteiligung an Anschlägen verdächtig sind. [Link]

19.04.2008 - Im KSK-Untersuchungsausschuss des Bundestags droht ein Eklat. Das Verteidigungsministerium will nach Informationen des SPIEGEL den Abschlussbericht zensieren, in dem das Fehlverhalten deutscher Elite-Soldaten in Afghanistan aufgelistet werden soll. [Link]

12.03.2008 - Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen im Fall Kurnaz ein. Kein ausreichender Folter-Verdacht gegen zwei deutsche Elite-Soldaten: Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat das Verfahren im Fall des ehemaligen Guantánamo-Häftlings Murat Kurnaz erneut eingestellt. [Link]

08.12.2007 - Die Bundeswehr will den Dienst bei der Eliteeinheit KSK deutlich attraktiver machen. Das Verteidigungsministerium bestätigte einen "Spiegel"-Bericht, wonach KSK-Soldaten künftig besser bezahlt und schneller befördert werden. Die Einheit leidet seit seiner Gründung unter Personalmangel. [Link]

07.11.2007 - Das Bundeskabinett hat die weitere deutsche Beteiligung an dem seit sechs Jahren dauernden US-geführten Anti-Terror-Einsatz "Operation Enduring Freedom" (OEF) beschlossen. Nach dem Willen der Regierung soll sich die Bundeswehr ein weiteres Jahr an der Mission beteiligen. [Link]

06.08.2007 - Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat die Ermittlungen im Fall Murat Kurnaz überraschend wieder aufgenommen. Der Anwalt des ehemaligen Guantanamo-Insassen habe neue Zeugen benannt, teilte die Stuttgarter Generalstaatsanwaltschaft mit. Dabei handele es sich um ehemalige Mitinsassen von Kurnaz aus Großbritannien. [Link]

07.07.2007 - Innenminister Schäuble sorgt erneut mit Forderungen nach schärferen Sicherheitsgesetzen für Aufsehen. Im "Spiegel" verlangt Schäuble, die Möglichkeit der gezielten Tötung von Terroristen im Grundgesetz zu verankern. Das von Schäuble entworfene Szenario der gezielten Tötung des Al-Kaida-Gründers bin Laden unter deutscher Beteiligung könnte mittlerweile tatsächlich Realität werden. Immerhin darf die Bundeswehr-Spezialeinheit KSK im Rahmen des Anti-Terror-Einsatzes "Enduring Freedom" seit Ende 2001 in ganz Afghanistan eingesetzt werden. [Link]

29.06.2007 - Das KSK bekommt einen neuen Kommandeur. Brigadegeneral Hans-Christoph Ammon, vorher dienstältester deutscher Offizier im HQ ARRC (Allied Rapid Reaction Corps), löst damit Brigadegeneral Rainer Hartbrod ab, der zum Heeresführungskommando nach Koblenz versetzt wurde.

25.06.2007 - Die Bundeswehr hat ein Archiv mit geheimen Daten gelöscht, die vor allem Auslandseinsätze betreffen. Opposition und Experten sprechen von einem Skandal. Auch die Verfolgung von Kriegsverbrechern durch das UN-Tribunal in Den Haag könnte dadurch erschwert werden. Bundeswehrkreisen zufolge gingen dabei auch Daten verloren, die möglicherweise frühzeitig Auskunft über die Misshandlung von Gefangen durch US-Soldaten hätten geben können. Unter den Gefangenen befand sich der spätere Guantanamo-Insasse Murat Kurnaz. [Link] [Link]

29.05.2007 - Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat im Fall des ehemaligen Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz das Ermittlungsverfahren gegen zwei Elitesoldaten der Bundeswehr eingestellt. "Trotz verbleibenden Verdachts lässt sich nach Auffassung der Staatsanwaltschaft ein Nachweis nicht führen", teilte die Behörde mit. Kurnaz hatte Soldaten des KSK vorgeworfen, ihn Anfang 2002 in einem amerikanischen Lager im afghanischen Kandahar geschlagen und getreten zu haben. [Link]

03.02.2007 - Verteidigungsminister Jung schließt einen Einsatz der deutschen Elite-Kampftruppe Kommando Spezialkräfte im Süden Afghanistans nicht aus. Dabei geht es laut "Welt am Sonntag" sowohl um Mithilfe für die Isaf-Schutztruppe als auch im Rahmen der Operation "Enduring Freedom". [Link]

08.01.2007 - Nach den Misshandlungsvorwürfen des ehemaligen Guantánamo-Häftlings Murat Kurnaz wird es möglicherweise einen Prozess gegen Soldaten der Bundeswehr geben. Die Staatsanwaltschaft Tübingen teilte mit, dass sie gegen zwei Soldaten des Kommando Spezialkräfte ermittle. [Link]

11.11.2006 - Der Bundestag hat die Verlängerung des Bundeswehrmandats im Rahmen der "Operation Enduring Freedom" (OEF) mit der großen Mehrheit der Koalitionsfraktionen und der FDP gebilligt. Eingebunden in den Beschluss ist auch die Entscheidung für den verlängerten Einsatz des KSK. [Link]

20.10.2006 - Die Bundesregierung hat sich gegen Überlegungen gestellt, den Einsatz des Kommandos Spezialkräfte in Afghanistan zu beenden. Vertreter von SPD und Opposition hatten den KSK-Einsatz mit unterschiedlichen Begründungen in Frage gestellt. [Link]

04.10.2006 - Das Verteidigungsministerium hat die Prüfung von Vorwürfen des langjährigen Terrorgefangenen Murat Kurnaz zugesagt. Kurnaz soll 2002 von zwei Angehörigen des KSK in Kandahar, Afghanistan, verhört und misshandelt worden sein. [Link]



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